
180 Quadratmeter inmitten der Halle 3.2 unterschieden sich während der imm cologne ganz klar vom Rest der Messe: Dort hatte das Designerpaar Nipa Doshien und Jonathan Levien die Möglichkeit bekommen, die erste Sonderausstellung „Das Haus – Interiors on Stage“ zu gestalten. Bereits wenige Stunden nach Beginn der diesjährigen Möbelmesse stand fest: „Das Haus“ ist nicht nur einen Besuch wert, sondern ein absoluter Publikumsmagnet.
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Wer sagt, dass modernes Alltagsleben und Sinnlichkeit im Widerspruch stehen müssen? „Das Haus – Interiors on Stage“ von Doshi Levien auf der imm cologne 2012 will den Gegenbeweis antreten. In einer architektonisch wie gestalterisch visionären Installation entwickelt sich das Designexperiment zu einer faszinierenden Studie über moderne Wohnformen.
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„Paradise“ von Coldplay plätschert aus den Boxen der Stereoanlage in Pure Village, die den Messebauern beim Aufbau des neuen Design-Events der koelnmesse „Das Haus“ den nötigen Groove verleihen sollen. Unterbrochen wird die klangliche Untermalung jedoch häufig vom Kreischen der Kreissägen, vom Hämmern und Bohren und von den Rufen der Mitarbeiter quer durch die Halle.
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Im zweiten Teil des Interviews spricht Dick Spierenburg, Creativew Director des Messe-Projekts “Das Haus”, über seine eigene Erwartungshaltung an das Projekt und die Designer und zieht einen Vergleich zu den ideas houses, dem letzten großen imm cologne Projekt.
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Dick Spierenburg ist der Creative Director des neuen Design-Highlights der imm colgogne: „Das Haus – Interiors on Stage“. Als erste Designer hat er das Londoner Designstudio Doshi Levien eingeladen, mitten in Pure Village so etwas wie eine schlüsselfertige Vision von den Möglichkeiten des Wohnens zu bauen. Im Interview spricht er über die Entscheidung für das Designerpaar und die Grundidee des neuen Projektes.
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Wie sind Sie bei dem Entwurf für die imm cologne vorgegangen?
Nipa Doshi: Wir haben mit ineinandergreifenden Volumen gearbeitet, wie man sie unter anderem in Industriebauten findet, und erhalten so fragmentierte Räume. Als strukturierende Elemente stellen wir uns Wände in unterschiedlicher Transparenz und Rahmen mit Netz-ähnlicher Bespannung vor, die der Idee indischer Jalis entlehnt sind. Räume werden durch Fenster verbunden, und von unterschiedlichen Wohnebenen führen Stufen zu einem zentralen Hof hinunter.
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Das indisch-britische Designer-Paar Nipa Doshi und Jonathan Levien gestaltet eine große Wohn-Installation auf der imm cologne 2012. Noch mitten in der Planungsphase für „Das Haus – Interiors on Stage“ sprechen Sie in Ihrem Londoner Studio über ihre Vision von individuellen Wohnformen, verschmelzenden Räumen und organisch gewachsenen Häusern. Ihr aus ineinander geschachtelten Funktionszonen bestehender Entwurf erinnert an eine Collage von Bildern realer Architektur, unterschiedlichen Kulturen und originellen Traumbildern. Eine Innenansicht. Die Aufgabe für „Das Haus“ lautet, eine künstliche Wohnsituation zu schaffen, die Ihren ganz persönlichen Wünschen entspricht.
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Mit ihren zwischen exotischem Charme und puristischer Formgebung changierenden Möbeln bringen Nipa Doshi und Jonathan Levien nicht nur eine neue Optik in die Einrichtungswelt, sondern verleihen ihr auch Individualität. Ganz persönlich wird auch ihre Installation „Das Haus – Interiors on Stage“, das die beiden jungen Designer aktuell für die nächste imm cologne planen.
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Nicht nur vom Namen her ist Pure Village ein Ableger des Segments „pure“ aus der benachbarten Halle 11: Design ist im dicht gefüllten Pure Village das verbindende Element zwischen diversen Sparten des Interior Designs. Mit der erfolgreichen Einführung dieses neuen Ausstellungsformats in Halle 3.2 vor zwei Jahren hat die koelnmesse eine interdisziplinäre Plattform für Design etabliert, die den Wandel der imm cologne zu einer ganzheitlichen Einrichtungsmesse weiter vorantreibt. Hier zeigen Aussteller unterschiedlichster Branchen, junge Designer und Designlabels sowie ein neues großes Design-Event innovative Produktkonzepte und Einrichtungsideen – und zwar in kompaktester Form.
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Die Architektur der Moderne ist heute wieder so aktuell, weil sie sich – vielleicht das erste Mal überhaupt – mit den Wünschen vieler nach offenen Wohnformen, nach einer flexibleren Organisation des Lebens und einer gegenwartsbezogenen Ästhetik deckt. Wir wollen heute wohnen wie Mies van der Rohe und Le Corbusier es vorgeschlagen haben. Aber auch so, wie Nipa Doshi und Jonathan Levien es in ihrer Installation „Das Haus – Interiors on Stage“ darstellen: individuell, lebendig, mit kulturellen Anklängen. In einem Haus, das Privatheit und Öffentlichkeit zulässt, das Küche, Essen und Arbeiten, Familie und Freunde, Rückzugsmöglichkeiten und gemeinschaftliche Wellness-Erlebnisse in individueller Weise miteinander verbindet.
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