Boutiquen, Kaufhäuser und Läden müssen heute mehr bieten als nur ein ansprechendes Sortiment. Mitentscheidend ist, in welchem Umfeld Produkte und Dienstleistungen präsentiert werden. Gefragt ist ein Ambiente, das den Einkauf zum viel zitierten Erlebnis werden lässt. Einen elementaren Beitrag dazu kann die architektonische Konzeption leisten. So dient sie etwa als Bühnenbild für den Verkauf, vermittelt subtile nonverbale Botschaften, ist imagebildend oder integraler Bestandteil der corporate identity. Anders formuliert: Die Atmosphäre soll ganz einfach so sein, dass Kunden und Mitarbeiter inspiriert werden und sich wohl fühlen, um so den unternehmerischen Erfolg nachhaltig und wirkungsvoll zu unterstützen.
Der Boden als Basis
Eine Grundlage des Ganzen bildet im wahrsten Sinne des Wortes der Boden. Er ist die Basis, auf der sich alles abspielt und kann wegen seines hohen Flächenanteils den Raum entscheidend mitprägen. Daher sollte der Boden zu allererst repräsentativ wirken. Da er jedoch quo natura täglich mit Füßen getreten wird, sind neben diesen ästhetischen Ansprüchen auch zahlreiche funktionale Aspekte relevant. Exemplarische Beispiele dafür sind unkomplizierte Pflege, chemische Beständigkeit gegen Reinigungsmittel oder herein getragenes Streusalz oder eine adäquate Gewichtsbelastbarkeit, um vernünftigen Warentransport zu ermöglichen sowie Abriebfestigkeit, die der hohen Begehungsfrequenz standhält und, last but not least, Trittsicherheit.
Ein simples und zugleich effizientes Mittel, um Gefahren durch Schmutz, Feuchtigkeit und andere gleitfördernde Mittel zu vermeiden, sind ausreichend dimensionierte Schmutzschleusen. Dadurch wird nicht nur der Sicherheit, sondern auch der tadellosen Optik gedient. Schenkt man diesem Thema zu wenig Aufmerksamkeit, kann je nach Wetter und Lage des Geschäfts leicht ein schmuddeliger Eindruck entstehen, der alles andere als einladend ist und zudem den Reinigungs- bzw. Unterhaltsaufwand unnötig erhöht. Schmutzschleusen werden mittlerweile in zahlreichen Varianten angeboten bis hin zu wahren Designlösungen, die sich dezent und unauffällig integrieren.
Zeitgemäße Ästhetik
Praxiserfahrungen belegen, dass keramische Beläge zur Erfüllung dieser vielfältigen Anforderungen besonders gut geeignet sind. Gerade der vermeintliche Gegensatz zwischen unkomplizierter Reinigung, hoher Trittsicherheit und repräsentativer Optik kann durch dieses Material elegant gelöst werden. Das Angebot an repräsentativen keramischen Fliesen für den Ladenbau hat in den vergangenen Jahren sprunghaft zugenommen. Dafür gibt es eine Reihe von Ursachen: Spezielle Bearbeitungsverfahren erlauben filigrane schmale Fugen, ausgeklügelte Fertigungsmethoden schaffen Oberflächen mit edler Raffinesse. Gleiches gilt für die Abmessungen, die zum Teil Kantenlängen bis zu 120 cm erreichen können und so eine Eleganz im XXL-Format vermitteln.
Häufig wird die Fuge zu Unrecht als Schwachstelle bezeichnet: zu Unrecht. Denn einerseits gibt es inzwischen Fugenmaterialien, die einfach zu verarbeiten sind und hervorragende Gebrauchseigenschaften aufweisen. Andererseits ergibt sich dadurch ein gestalterischer Vorteil: Fugenlose Anstriche oder Beschichtungen können schnell monoton und reizlos wirken. Im Vergleich dazu ermöglichen keramische Fliesen eine interessante Belebung von Flächen, ohne Unruhe zu verbreiten. Der Grad einer so entstandenen „Rhythmisierung“ ist über Format und Verlege-Art frei wählbar. So können beispielsweise Sichtachsen betont oder ungünstige Proportionen kaschiert werden, z.B. durch Quer-Verlegung eines Rechteck-Formates, um den Raum breiter wirken zu lassen.
Ausgeprägte Funktionalität
Zu den gestalterischen Vorzügen gesellen sich auch noch die funktionalen Vorteile: Keramische Fliesen sind sehr strapazierfähig und auch bei intensiver Beleuchtung farb- und lichtecht. Sie geben keine Gerüche ab bzw. nehmen keine auf, umgekippte Gläser oder ähnliche Malheurs hinterlassen keine Flecken und Pfennig-Absätze keine „bleibenden Einrücke“. Zudem sind nicht brennbar und entwickeln selbst im Brandfall keine toxischen Gase. Die Herstellung bei inländischen Produzenten erfolgt unter Einhaltung strenger Umweltauflagen und unter Verwendung natürlicher Rohstoffe mit Ton als Hauptbestandteil.
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Deutsche Steinzeug

